Was beinhaltet die Platzreife eigentlich?

Platzreife / Platzerlaubnis:

Die Platzerlaubnis (Abkürzung PE), auch Platzreife, ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und wenigen anderen Ländern der notwendige erste Schritt vom Interessenten zum allgemein anerkannten Golfspieler. Sie ist überwiegend die Voraussetzung dafür, auf dem clubeigenen Golfplatz zu spielen und einen Mitgliedsausweis mit Handicap-Nachweis zu erhalten.

 

DGV Platzreife:

Die unterschiedlichen Maßstäbe, die bei der Erteilung einer Platzerlaubnis angelegt wurden, erschwerten die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate. Daher gibt es seit dem Jahr 2006 in Deutschland die DGV-Platzreife (Deutscher Golf Verband (DGV)), die inzwischen von mehr als 650 lizenzierten Golfanlagen und Golfschulen angeboten wird und an den meisten Golfplätzen in Deutschland für eine Platzerlaubnis ausreicht. Hierbei handelt es sich um eine standardisierte Prüfung des DGV für die geforderten grundlegenden Regel- und Etikette-Kenntnisse sowie spielerischen Fertigkeiten der Golf-Einsteiger.

 

Prüfung

Die DGV- Platzreife gliedert sich in drei Abschnitte, von denen jeder Abschnitt separat bestanden werden muss.

 

Schulung des Verhaltens auf dem Platz

Die Schulung über das Verhalten auf dem Platz ist der erste Teil der Prüfung. Der Prüfer und die Prüflinge demonstrieren auf einer Golfbahn anhand praktischer Beispiele das richtige Verhalten auf dem Platz (z.B. Sicherheit, zügiges Spiel, Schonung des Golfplatzes). Dazu geht der Prüfer auf die wichtigsten Stationen ein: Abschlag, auf der Bahn, auf dem Grün.

 

Golfspiel

Es werden neun Löcher gespielt und die sechs besten davon gewertet. Auf Grundlage einer (fiktiven) Vorgabe -54 muss der Spieler mindestens zwölf Stableford-Netto-Punkte erzielen. Bezogen auf die sechs gewerteten Löcher entspricht diese einer Clubvorgabe von -54. Die drei weiteren Löcher werden dem Prüfling als Bonus zugestanden. Ab 2016 muss ein Prüfling auf den neun gespielten Löchern 18 Stableford-Netto-Punkte erreichen, um somit sein zukünftiges Handicap von -54 zu bestätigen. Einen Bonus, wie zuvor, wird es dann nicht mehr geben.

 

Theorie

Im letzten Prüfungsteil werden in 30 Minuten im Multiple-Choice-Verfahren 30 Fragen beantwortet. Es handelt sich um 15 Regelfragen, davon je fünf leicht/mittel/schwer, zwölf Etikettefragen und drei allgemeine Fragen zum Golfsport. Zum Bestehen dürfen maximal vier Fehler bei den Regelfragen und zwei Fehler bei allen anderen Fragen gemacht werden. Das offizielle Regelbuch ist als Hilfsmittel zugelassen.

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