Umwelt-Qualitätssiegel "Silber" für den Golf-Club Heilbronn-Hohenlohe e. V.

    Der traditionsreiche Golfclub im Hohenloher Land wird mit der Stufe Silber des Qualitätsmanagementprogramms Golf & Natur des Deutschen Golf Verbandes ausgezeichnet

    Dr. Gunther Hardt, Leiter des Arbeitskreises Biodiversität im Deutschen Golf Verband, führte gemeinsam mit Head-Greenkeeper Klaus Bortt und Geschäftsführer Gerald Schleucher das umfangreiche Audit durch. Im Anschluss konnte er dem Präsidenten Dr. Bruno Fergen und Platzwart Marco Obermüller eine erfolgreiche Prüfung konstatieren und die offizielle Urkunde in der Stufe Silber überreichen.

    Das Qualitätsmanagement zielt darauf ab, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz von Natur zu verbinden. Golf & Natur bietet die Chance, im Rahmen einer mehrjährigen Planung, sowohl die Umwelt als auch die pflegerischen Gegebenheiten zu erfassen und in planbaren Schritten zu verbessern.

    Golf hat als Sportart im Freien eine enge Beziehung zur Natur, da die Spielflächen unmittelbar in die Landschaft eingebunden sind. Wiesen, Bäume, Waldsäume, Hecken und Wasserflächen charakterisieren die Individualität jeder Anlage und machen diese unverwechselbar. Gepflegte Spielflächen fördern außerdem die Freude am Spiel und werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, um neue Mitglieder und Gastspieler zu gewinnen.

    Obwohl die Anlage seit der Entstehung im Jahr 1964 schon immer ein ökologisches Kleinod darstellt, bekennt der Golfclub sich seit dem Jahr 2020 im Besonderen zu den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes und hat dies sogar in seine Satzung als Vereinszweck aufgenommen.

    Neben den Golfspielern erkennen auch die aufmerksamen Spaziergänger, was sich so alles Neues tut auf dem Golfplatz. Prächtige Benjeshecken, Totholzhaufen und Steinriegel als Rückzugs- und Brutflächen für Vögel und Reptilien und mehrere Wildblumenwiesen für Insekten gehören wie selbstverständlich zum Bild der Golfanlage. Besonders positiv aufgefallen sind das Wirken von Schafen und Ziegen aus dem Bestand eines regionalen Schäfers als „unbezahlte Mähhelfer“ und zwei großzügige Bienenhotels, die auf Eigeninitiative eines Nachbarn und Pachtpartners entstanden sind.

    Dazu gehören eine Vielzahl von organisatorischen Aufgaben im Hintergrund, die unterstreichen, dass die gemeinnützige Golfanlage auch zukunftsfähig aufgestellt ist. Am Ende des Audits wurde bereits eine Vielzahl von neuen Projekten angedacht, die bis zum nächsten Audit in zwei Jahren umgesetzt werden können.